Im Stafetten-Blog berichten abwechselnd alle 3 Wochen Schweizerinnen und Schweizer aus dem Ausland - subjektiv, unterhaltend und authentisch.

  Catherine Beuret
  2005 mit vier Katzen ins Burgund (Charolais) ausgewandert.

(427) Gesellschaft, Sitten und das liebe Vieh

Zu allererst lernte ich im Charolais das Gesellschaftsleben der Engländer kennen. An Heilig Abend begab ich mich, festlich gekleidet, ins benachbarte Restaurant Montchappa zum Essen. Ich war, wie so oft, die Erste. Franzosen essen später als Schweizer. Nach mir kam ein ebenfalls festlich gekleidetes Paar. Dany, die Wirtin, stellte mich als ihre Nachbarin vor. Es waren Engländer. Sie besitzen in Frankreich zwei Häuser und verbringen abwechselnd ihre Zeit in England oder Frankreich. Man kam ins Gespräch. Das Ergebnis: Anderntags war ich zum Christmas Cake (nicht Pudding) eingeladen. Der angebotene Kaffee überstieg jede Erwartung an englischen Kaffee. Er kam nämlich aus Deutschland. Sie wiederum stellten mich weiteren Engländern vor. Diese kannten sehr nette Deutsche, ebenfalls in Rente, mit einem tollen Haus aus dem 17. Jahrhundert. So was nennt sich Kettenreaktion.

Der kultivierte Aperitif

Die erste Einladung zu einem Aperitif bei Franzosen war in jeder Hinsicht denkwürdig. Das Ereignis sollte um 20 Uhr bei Pierre und Claude beginnen. Anwalt und Inhaber einer erfolgreichen Pferdezucht. Wegen der späten Stunde ass ich einmal vorsorglich ein kleines Abendessen. Man zeigte mir das Haus und eine superbe Sammlung historischen Sèvre Porzellans. Einige Teile waren mit einem zauberhaften Rosenmuster bemalt. Das war der Augenblick, als ich beschloss, mein Budget über den Haufen zu werfen und in meinem Garten schon von Anfang an die Rosentunnels zu installieren. Doch zurück zu besagtem Aperitif, der gleich darauf begann. Tja, ein französischer Aperitif kann ein ganzes Abendessen ersetzten. Lediglich Getränke und ein paar Nüsschen, das nennt sich “un verre”. Bei meinem ersten Aperitif waren also die Gäste, ohne ein Wort zu sagen, fast verhungert.

Die kultivierte Viehzucht

Geküsst wird rasch. Kleine Kinder werden angehalten “gib Madame ein Küsschen”. Das ist ausgesprochen gewöhnungsbedürftig. Punkto Duzen gibt es eigene Regeln. Man beginnt mit dem Anbieten des Vornamens, aber siezt weiter. Dabei kann es durchaus ein ganzes Leben lang bleiben. In guten Familien spricht die Schwiegertochter die Schwiegermutter mit dem “Sie” an. In adeligen Kreisen siezen sich sowohl die Ehepaare, als auch die Kinder und die Eltern. Häufig werde ich zu “Quatre Heures” eingeladen. Da besuche ich eine andere Dame und wir tauschen uns aus. Dann wiederum bin ich regelmässig Gast bei ehemaligen amerikanischen Diplomaten. Er kocht ausserordentlich gut, sie stellt anregende Tischrunden zusammen und jede Einladung ist einfach wohltuend. Ein andres Mal war ich zur Besichtigung einer renommierten Viehzucht eingeladen. Ich, blutiger Laie, stellte mir Bauern mit ein paar Kühen vor. Nichts da, das Bauernhaus in herrschaftlichem Outfit. Die Ställe und Scheune wunderschön renoviert. Alles 16. Jahrhundert. Im vom Gartenarchitekten gestalteten Garten befand sich ein riesiges Schwimmbassin mit eleganter Beleuchtung und automatischer Abdeckung. Das Ganze in einer wunderschönen Landschaft gelegen.

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Landschaft des Charolais (Bild: Catherine Beuret)

Jetzt weiss ich erheblich mehr über Viehzucht.

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Das Konterfei eines stolzen Charolais, aber nicht von “meinem” Viehzüchter.

Fazit: Alles neu und sehr spannend.

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  Catherine Beuret
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(426) Immer schön flexibel bleiben

Am 15. Januar 2005, die Tinte auf dem Kaufvertrag ist kaum trocken, treffe ich meinen Architekten und seinen bauführenden Freund im noch unrenovierten Haus. [Weiterlesen …]

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  Catherine Beuret
  2005 mit vier Katzen ins Burgund (Charolais) ausgewandert.

(425) Metamorphose zur Gärtnerin

Gartenarbeit fand ich grässlich und Essen im Garten unangenehm. Niemand, am wenigsten ich selber, hielt es für möglich, dass ich [Weiterlesen …]

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  Catherine Beuret
  2005 mit vier Katzen ins Burgund (Charolais) ausgewandert.

(424) Immer mehr Katzen

Allgemein ist bekannt, alte ledige Fräuleins hängen ihr Herz an Katzen. Ich war noch jung, als ich meine erste Katze anschaffte. Der versprach ich vor Jahren, [Weiterlesen …]

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  Catherine Beuret
  2005 mit vier Katzen ins Burgund (Charolais) ausgewandert.

(423) Grande vitesse

In meiner Region stehen keine öffentlichen Verkehrsmittel zur Verfügung. Man tut also gut daran, die [Weiterlesen …]

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  Catherine Beuret
  2005 mit vier Katzen ins Burgund (Charolais) ausgewandert.

(421) Leben auf dem Land

Nun wohne ich im Charolais, einer Gegend, welche von der Viehzucht lebt. Welcher Gourmet denkt da nicht an ein gutes Stück Charolais Fleisch. Es gibt hier [Weiterlesen …]

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  Catherine Beuret
  2005 mit vier Katzen ins Burgund (Charolais) ausgewandert.

(420) Empfang der Neuzuzügerin

Jeder Schweizer weiss, am neuen Wohnort meldet man sich bei der Gemeinde an. Man gibt seine Geburtsurkunde [Weiterlesen …]

  Markus Dietschy
  Seit 2001 als "Pendler" in Recife (BRA)

(414) Carneval - Fussball - Rennfahren

Carneval - Fussball - Rennfahren. Sie werden sich bestimmt fragen, was diese miteinander gemeinsam haben. Hier in Brasilien gibt es [Weiterlesen …]

  Markus Dietschy
  Seit 2001 als "Pendler" in Recife (BRA)

(412) Aus gehabtem Schaden viel gelernt

Jeder “Ausländer” kann in Brasilien bis heute Grund und Boden [Weiterlesen …]

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  Markus Dietschy
  Seit 2001 als "Pendler" in Recife (BRA)

(411) LULA - IPTU - SUS

LULA - so wird der jetzige Präsident vom Volk genannt. Sein voller Name wäre: [Weiterlesen …]

  Richard Züsli, Careguide
  

(410) SF TV: Auf und davon

Hinweis: Am 4. September startet die fünfteilige TV-Serie «Auf und davon» im Schweizer Fernsehen. Die Serie berichtet von ausgewanderten Schweizerinnen und Schweizern. Die pensionierten Auswanderer vertritt der ehemalige «Tagesschau»-Moderator Hansjörg Enz. Er lebt als Entwicklungshelfer im Kongo.

Θ

Weiterführende Links 
TV-Serie «Auf und davon»

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  Markus Dietschy
  Seit 2001 als "Pendler" in Recife (BRA)

(409) Wasser für alle

Ich habe mit einem guten Freund in der Schweiz einige Male den Nordosten bereist. Wir haben hier gesehen, was Elend ohne Wasser heisst. [Weiterlesen …]

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  Markus Dietschy
  Seit 2001 als "Pendler" in Recife (BRA)

(408) Anziehende Gegensätze

Nach vielen Reisen in Südamerika und vor allem in Brasilien habe ich einen kleinen Einblick in diese Länder erhalten. Die Gegensätze könnten [Weiterlesen …]

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  Annabeth Hinderling
  Mit Ehemann Jürg nach Südkalifornien (USA) ausgewandert.

(405) In jedem Ende liegt ein neuer Anfang

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  Annabeth Hinderling
  Mit Ehemann Jürg nach Südkalifornien (USA) ausgewandert.

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Gestern abend kam unsere Freundin Susana Avendano auf Besuch. Wir kennen einander schon bald 18 Jahre und jedes Zusammensein ist [Weiterlesen …]

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  Annabeth Hinderling
  Mit Ehemann Jürg nach Südkalifornien (USA) ausgewandert.

(403) Elf Wochen Sommerferien

“In three words I can sum up everything I’ve learned about life: it goes on.” (Robert Frost). “In drei Worten kann ich zusammenfassen, was ich übers Leben gelernt habe: Es geht weiter!” sagte [Weiterlesen …]

  Annabeth Hinderling
  Mit Ehemann Jürg nach Südkalifornien (USA) ausgewandert.

(401) Freundschaft - ein Geschenk an sich selber

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  Annabeth Hinderling
  Mit Ehemann Jürg nach Südkalifornien (USA) ausgewandert.

(400) La Jolla wiedersehen

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  Annabeth Hinderling
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  Annabeth Hinderling
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  Ueli Bugmann
  2008 mit Miriam nach Argentinien ausgewandert.

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  Ueli Bugmann
  2008 mit Miriam nach Argentinien ausgewandert.

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  Ueli Bugmann
  2008 mit Miriam nach Argentinien ausgewandert.

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  Ueli Bugmann
  2008 mit Miriam nach Argentinien ausgewandert.

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Auf dem Rückweg nach Hause machen wir Halt in Reconquista (Provinz Santa Fe) und kommen dort bei brütender Hitze und über 38 Grad an. Schnell finden wir [Weiterlesen …]

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  Ueli Bugmann
  2008 mit Miriam nach Argentinien ausgewandert.

(389) Misiones, «La Hermosa» - die Stattliche

Nach unserer fast 2000 km langen Anreise erreichen wir endlich Aristobulo del Valle (siehe auch letzten Bericht). Die Stadt liegt mehr oder weniger [Weiterlesen …]

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