Annabeth Hinderling
  Mit Ehemann Jürg nach Südkalifornien (USA) ausgewandert.

(404) Mexikanisch kochen mit Susana

Gestern abend kam unsere Freundin Susana Avendano auf Besuch. Wir kennen einander schon bald 18 Jahre und jedes Zusammensein ist immer eine Bereicherung. Wir können uns über Vieles unterhalten und unterstützen uns auch in vielen Lebenssituationen. Die Freundschaft hat sich erweitert. Jürg, mein Ehemann und Susana verstehen sich auch gut und haben gemeinsame Interessen in Politik, Kultur, Musik und Kochen.

Tamales - ein einfaches köstliches Gericht aus Mexiko

Um 17 Uhr treffen wir uns in unserer Küche. Susanna bringt die “Masa” mit, einen Teig, der aus Maispaste zubereitet ist. Zudem hat sie “hojas de maiz” dabei - Maiskolbenhüllen - und grüne “chiles jalapeños”, sehr pikante Chili-Pfefferschoten. Mein Beitrag sind etwa 1 Kilo Pouletbrust, Zwiebeln und Tomaten.
Mit einem großen “abrazo” (Umarmung) begrüssen wir uns und fangen gleich an zu rüsten und zu kochen. Wir unterhalten uns auf Spanisch und geniessen diese klangvolle Sprache den ganzen Abend. Da Susana in Oaxaca, Mexiko, geboren wurde, wählen wir als Hintergrundmusik mexikanische Volksliedern von “Lila Downs”.

Die Vorbereitung

Tomaten, Zwiebeln und die grünen Chiles werden sorgfältig gewaschen und zerschnitten. Das Pouletfleisch wird in heißem Wasser angekocht. Die trockenen “hojas de maiz” Hüllen werden in Wasser aufgeweicht.

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In einer Pfanne werden die Tomaten, Zwiebeln und Chiles angebraten.
Es braucht weder Kochöl noch Butter. Lediglich zum Nachzuwürz gibt man einige tüchtige Prisen Salz sowie einige Schöpflöffel Flüssigkeit von der Hühnerbrühe zu. Das angekochte Pouletfleisch wird in Streifen zerzerrt und dann dem farbigen Gemüse beigegeben. Das Gemisch kocht man für etwa 20 Minuten auf niedriger Hitze.

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Nicht auf dem Rezeptblock aber trotzdem gut: die Coronitas

Es duftet so herrlich und die Stimmung ist fröhlich. Mit einer “Coronita”, einem mexikanischen Bier, stoßen wir an.

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Die “Coronita” Flaschen sind klein und fein. Ein Zitronenschnitz in die Bierflasche stecken und eine Prise Salz auf die Zunge vor dem ersten Schluck, so wird das Bier in Mexiko genossen.

Die Zubereitung

Jetzt ist es Zeit, von Hand die Tamales zu machen.
1. Susana fügt ein wenig Wasser der “Masa”, dem Maisteig bei.

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Jetzt ist der Teig schön weich.

2. Auch die “hojas de maiz” sind inzwischen im Wasser weich und biegsam geworden.

3. Nun wird die “masa” auf das     4.  Hernach dekoriert man die
Maisblatt gelegt und mit der              “Masa” mit dem gekochten
Hand flach gestrichen und                  Fleisch, Gemüse und einem
gleichmässig verteilt.                           Löffel Bouillonsaft.

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5. Jetzt wird der Tamale zusammengefaltet und dann wird die Spitze zu einer Tasche zurückgegebogen, so daß die Flüssigkeit mit Inhalt im Maisblatt bleibt.

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Auf dem Kochherd wird ein “Baño Maria” oder ein Wasserdampfbad vorbereitet.

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Und ab ins Dampfbad…

In einer großen Pfanne legt man ein Metallgitter auf eine kleine Schüssel und die Pfanne wird mit etwa 8cm Wasser gefüllt, genug für Dampf, um die Tamales fertigzukochen. Die Pfanne wird zugedeckt und die Tamales werden für ca. eineinhalb Stunden gedämpft. Dann ist es so weit, sich bei Tisch zu treffen und diese Köstlichkeit zu genießen.

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“Muy buen provecho” oder “en Guete mitenand”

Hier in San Diego kann man fast an jeder Ecke schmackhafte und günstige mexikanische Köstlichkeiten genießen, von Tacos, zu Burritos, Chimicangas oder Quesadillas.
Aber das Essen schmeckt immer am besten, wenn man es zu Hause kochen lernt!
Gracias Susana

(Alle Bilder: Annabeth Hinderling)

Weiterführende Links 
Mexikanische Volksmusik “Lila Downs”

Mexikanisch Essen in San Diego

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