Antonio Coduri
  2006 mit Ehefrau Noi nach Hua Hin (THA) ausgewandert.

(383) Begrüssung auf thailändisch

Was ich von meinen früheren Asienreisen bereits kannte, hat sich auch bei der Einwanderung bestätigt: die Gastfreundschaft der Thais. Im Lande des Teakholzes und der Elefanten, wo Reis und Toleranz gleichermassen kultiviert werden, lässt es sich gut leben.

Gastfreundschaft gross geschrieben

Eine der schönsten Erfahrungen die wir hier machen, ist, dass die Thais ohne Zweifel zu den gastfreundlichsten Völkern der Welt gehören. Viele Europäer sind wie wir hier sesshaft geworden, weil sie hier Gastfreundschaft und Freundlichkeit vorfinden. Selbst die Ärmsten der Armen geben ihr Letztes, um dem Gast den Aufenthalt so angenehm wie möglich zu machen.Überhaupt, so scheint es mir, sind die Menschen das wertvollste Gut, das Thailand besitzt. Wer das erste Mal thailändischen Boden betritt, ahnt, dass sein Urlaub eine Reise durch eine fernöstliche Zauberwelt wird. Die Thais sind gute Lehrmeister, wenn es darum geht, einem Gast die Umgangsformen des Landes näher zu bringen, ohne dass sich dieser belehrt fühlt.

Achtung vor dem Alter

Die Achtung vor dem Älteren, aber auch der Respekt vor dem höher Gestellten sind Kennzeichen des gesellschaftlichen Umgangs. Die Thais begrüssen sich nicht mit Handschlag sonder mit dem „Wai”. Dazu legt man die Hände wie bei einem Gebet zusammen und hält sie je nach dem sozialen Status der Beteiligten in unterschiedlicher Höhe vor die Brust oder das Gesicht. Je höher dabei die gefalteten Hände vor die Brust oder den Kopf gehalten werden, desto respektvoller ist die Begrüssung. Dies ist begleitet von einem freundlichen Lächeln. Es ist immer der niedriger Gestellte oder der Jüngere, der mit dem „Wai” beginnt. Der höher Gestellte erwidert den „Wai”, indem er die Fingerspitzen auf Brust- oder Kinnhöhe hält.
Mönche begrüssen mit dem „Wai” nur höher gestellte Mönche oder Buddhastatuen und erwidern den „Wai” von Laien nicht. Der „Wai” wird aber auch als Geste des Dankes verwendet. Als Gast in einem fremden Land muss man besonders aufpassen, dass man nicht ins Fettnäpfchen tritt. Wenn ein Farang - so nennen die Thais die Ausländer - als Kunde ein Lokal betritt (sei es ein Geschäft oder ein Restaurant) ist es sehr peinlich, wenn er als Erster mit dem „Wai” das womöglich jüngere Personal begrüsst. Bei einem Farang akzeptieren die Thais auch ein kurzes Kopfnicken.

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