Elisabeth Hilfiker
  2002 nach Apulien (ITA) ausgewandert.

(378) Warm und wasserdicht

Nebst den amtlichen Ausflügen widmete ich mich in diesem ersten Jahr diversen wichtigen Verbesserungsarbeiten am Haus. Noch vor den nass-kalten Wintermonaten mussten dringend wasserdichte Doppelfenster und Fensterläden eingebaut werden.

Inmitten von Naturgewalten

Auch auf eine zentrale Warmwasser-Versorgung und eine Zentral-Gasheizung wollte ich keinesfalls verzichten, hier im salentinischen Winter, wo die Sonne eine Stunde früher zu Bett geht als im Norden! Manchmal fallen die Temperaturen bis in den Null-Grad-Bereich. Auch die ewig feuchten Kleider, das klamme Bettzeug und angegraute Bücher auf den Regalen vermochten keine Kuschelstimmung aufkommen lassen; zumal mein Haus auf einer kleinen Anhöhe thronend, dem Wind und Wetter ungeschützt ausgesetzt ist. Tobende Stürme und gewaltige Gewitter lassen es manchmal erzittern. Ich bewundere diese ungebrochenen Naturgewalten. Sie führen mir meine Nichtigkeit vor Augen, lassen mich bescheiden werden…

In der ersten Silvesternacht im „Piccoli Cuti”, so der Name des Hauses, mussten wir trotz winterlichen Wetterverhältnissen nicht frieren! Den Jahreswechsel 2002 feierten wir um Mitternacht mit einer ausgelassenen Schneeballschlacht!

Trocken legen

Später erbauten wir als absoluten Höhepunkt im geräumigen Salotto einen gusseisernen Cheminée-Ofen und in einem der Zimmer entstand eine helle Einbauküche, die zu meinem bevorzugten Aufenthaltsraum geworden ist.
Aber noch war mein „Gesellenjahr” nicht zu Ende. Sobald die Aussentemperaturen es zuliessen, begannen die Sanierungsarbeiten des Fundamentes.
Rund ums Haus wurden 1 m tiefe Drainage-Gräben ausgehoben. Ich konnte meine Hand unter der freigelegten Hausmauer hindurch ins Innere des Hauses schieben! Die Mauern isolierten wir bis zur ebenen Erde mit Bitumen, gegen die Bodenfeuchtigkeit. Die Drainage, erstellt aus Sand, Kies, Tuff-Schottersteinen und eingelegten Ausflussröhren, soll das Fundament künftig trocken halten. Eine Riesenarbeit war das. Geplant und ausgeführt wurde sie von drei “freakigen”, selbständig arbeitenden jungen Allroundern. Und kalt war es! Der Wind pfiff erbarmungslos um die Ohren, die Hände wurden steif und rissig. Da half nur viel heisser Kaffee mit viel starkem Selbstgebranntem. Wir waren ein perfektes Team! Die Sanierung hat sich bewährt! Jetzt, nach 7 Jahren ist das Haus definitiv trocken…

Weiterführende Links
Drainage

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