Elisabeth Hilfiker
  2002 nach Apulien (ITA) ausgewandert.

(373) Licht, Luft und lange Leinenvorhänge

Nebst den vielen abenteuerlichen Gängen auf die obligaten Ämter, von denen später noch die Rede sein wird, begann ich nun das Haus einzurichten. Meine eigens aus England „eingeflogene” Tochter hat mich dabei tatkräftig unterstützt und beraten. Aber so ganz häuslich mochten uns die grossen, spärlich möblierten, über drei Meter hohen weiss getünchten Räume mit Fussböden aus farbigen Keramikplatten nicht erscheinen.

Unerwarteter Trost

Was für eine Diskrepanz zum kleinen Bauernhaus! Dort konnte man die Holzdecke bequem mit der flachen Hand berühren und die Besucher knallten regelmässig mit den Köpfen gegen die Türbalken. Heute muss ich schmunzeln: Ich liebe die luftigen, hellen Zimmer, mit den langen weissen Leinenvorhängen. Für meine italienischen Freundinnen und Gäste aber ist meine schlichte Innenausstattung gewöhnungsbedürftig. Eine Nachbarin tröstete mich fürsorglich: „Wenn dann die richtigen Möbel kommen, wird’s schon besser.” Die einen mögen es schlicht, die anderen barock! Hier im Süden sehr barock…

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Kommentare

  1. Mariann Brunner

    31.05.2009 19:07

    Ja Elisabeth, in Deine Stube in der Schweiz zu gelangen war wirklich Glücksache.
    Und mit Dir zu plaudern, ernsthaft zu diskutieren, zu lachen lecker zu essen und anderes, war sehr schön im kleinen Haus, und die grossen Räume in Apulien schenkten mir dieses Gefühl bei meinem Besuch vor einem Jahr auch. Das ist so schön…..Heb en guete Abig, Gruss aus der Svizzera, Mariann