Hanspeter Zgraggen
  Seit 2003 mit Ehefrau Graciela in Nicaragua.

(358) Heilkräuter und Jassen schaffen Kontakt

Was haben Jassen, das Internet und die Heilpflanze Moringa gemeinsam? Sie schaffen Kontakte. So war gestern wieder einer dieser tollen Abende: Jass im Norden!

Jassen verbindet

Jeden Monat - üblicherweise am dritten Donnerstag im Monat - treffen wir uns zum Jass. Wir, das sind drei Schweizer im Norden von Nicaragua: Köbi Hofmann, ein Gemüsefarmer mit Leib und Seele, Beato Hug, der eine Pizzakette Norden betreibt und ich, der vielbeschäftigte Pensionierte. Manchmal stossen noch Freunde aus der 230 km entfernter Hauptstadt Managua dazu: So etwa Werner Hungerbühler, Farmer und Bäcker, Georges Feldmann, Elektronikhandel oder Sandra de Berti, die für diverse Organisationen arbeitet.
Jeweils am ersten Dienstag im Monat steht ein zweiter Jassabend auf meinem Programm, dann im eigentlichen Clublokal des Schweizer Vereins - dem „Asociación Suiza de Nicaragua” (Anm. Careguide: siehe auch “10 wichtige Fragen“). Treffpunkt ist beim Präsidenten des Vereins, René Hauser, in seinem Restaurant „La Marseillaise” in Managua. Dort ist jeweils eine ganze Reihe weiterer Schweizer Freunde dabei, während jene aus dem Norden fehlen. Zu lang ist für diese der Weg in die Hauptstadt.

Weltweit verbunden über Seniorweb, Platinnetz und Facebook

Neben dem sozialen Netz vor Ort kommt für mich auch jenes im Internet zum Tragen. Hier ist vor allem mein Engagement im “seniorweb” zu nennen, wo ich das Forum „Leben im Ausland” betreuen darf. Dazu zählt aber auch das “Platinernetz” und neu das “Facebook“, das mir Kontakt zu vielen Freunden und Familienmitglieder in der alten Heimat sowie in fast allen Teilen der Welt bringt. Nicht zuletzt meine eigene Webseite mit dem Naturheilmittel-Versand bietet Gelegenheit, Interessen und Wissen mit Gleichgesinnten zu tauschen.

Stachelige Leidenschaft

Gemeinsame Interessen sind es auch, die bei meinen beiden folgenden Leidenschaften für zahlreiche Kontakte sorgen: Die Zucht von Bienen und die Verbreitung der Moringapflanze. Mein “Imkerei-Fieber” geht bis auf meinen Primarlehrer Hans Gubler sel. aus Horgen zurück, der mich dafür zu begeistern wusste. Doch erst als Pensionierter konnte ich dieser Leidenschaft nachgehen. Kaum in Nicaragua angekommen legte ich mir ein paar Völker zu. Leider haben wir auch hier mit der Varroa Milbe zu kämpfen. Weil ich auch einige Male recht heftig von den hier afrikanisierten und dadurch stechfreudigen und angriffigen Honigbienen verstochen wurde, wich ich auf eine Nebenschiene aus: Die Zucht der stachellosen Wildbiene! Ein neuer Bekannter - ein deutscher Imker, der im benachbarten Ocotal lebt - hat meine inzwischen fünf heimischen Arten kürzlich fotografiert und auch Trockenpräparate gemacht. Zusammen wollen wir nun versuchen, die Familien und Unterarten exakt zu bestimmen und ziehen dazu internationale Fachleute und Institute zu. Vielleicht ergibt das gar mal Stoff für ein weiteres Buch oder mindest einen Blog im Internet. Derzeit aber bin ich aber noch daran, mein zweites Buch über die Moringapflanze zu schreiben. Doch darüber mehr im nächsten Beitrag.

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Bienenkästen meiner stachellosen Wildbienen
(Bild: Hanspeter Zgraggen)

Weiterführende Links
Jassen
seniorweb
Platinnetz
Facebook
eigene Webseite
Ocotal

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