Fritz und Loredana Huber-Galli
  Seit 2008 in den Marken (ITA)

(251) Umzug nach Carignano

Schon früh begannen wir mit der Renovation unseres Wohnsitzes in der Schweiz. Den Umzug nach Carignano organisierten wir selbst. Da wir regelmässig an den neuen Wohnort fuhren, entschieden wir uns, einen Anhänger zu kaufen und jeweils die bereitgestellten Zügelutensilien gleich mitzunehmen. Dies stellte sich als sehr nützlich heraus und den Anhänger benötigten wir später ohnehin. Gesamthaft konnten wir in drei Fahrten beinahe alles mitnehmen. Wohlverstanden: Das Auto und der Anhänger waren jedes Mal bis in die letzten Winkel voll beladen. Die beiden Katzen brachte unsere Tochter in ihrem Auto mit.

Abschiede und Umzug innert weniger Tage

Für Loredana galt es, sich von ihren langjährigen Kunden zu verabschieden. Für mich war es auch ein Abschied von 40 Jahren ununterbrochenem Arbeitseinsatz - schon ein spezieller Moment. Ein letztes Mal nach Zürich pendeln. Das Streckenabo nicht mehr verlängern. Eigentlich hatten wir schon Monate vorher gedacht, dass wir diesen Moment gehörig feiern würden. Doch stattdessen: Nach dem letzten Arbeitstag wollten wir möglichst schnell nach Carignano zu fahren und hatten damit noch gehörig viel zu tun. Den Kopf voll von Terminen und Aktionen.

Abschied von unseren Nachbarn. Emotionen. Schliesslich hatten wir ein ausgezeichnetes Verhältnis zu allen und, nun ja, unser Wegzug war unter diesem Gesichtspunkt oft auch schwer erklärbar.

In den letzten Stunden war viel zu tun. Dinge, die nicht schon im voraus erledigt werden konnten: Letzte Reinigungsaktionen, letzte Entsorgungsfahrten und zum letzten Mal packen. Sollen wir diesen Blumentopf nicht doch auch noch … ? Nein, er hat definitiv keinen Platz mehr.

Abschiedsküsse - und schon verlassen wir unseren Wohnort. Heimat während den letzten 22 Jahren - das Haus vermietet ab nächstem Morgen.

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Claude Monets “Feld mit Klatschmohn”?
Nein, das Mohnfeld vor unserer Haustüre in Italien
(Bild: Fritz Huber).

Ein Banner zur Begrüssung

In Carignano hängte ein Banner am Haus “Benvenuti a casa”. Der Rasen war bereits von unseren Freunden gemäht: Ein schöner Empfang! So konnten wir uns bereits dem Auspacken widmen und - uns entspannen! Ein enormer Genuss: Nach 5 oder 14 Tagen einfach nicht mehr an das Zurückfahren denken müssen; nicht mehr zwei Wohnsitze in Ordnung zu halten.

Im nächsten Blog: ein giftfreier Garten

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Kommentare

  1. 12.10.2008 12:18

    Guten Tag,
    ich verfolge mit grossem Interesse ihren Blog. Für die Schweizer Produktionsfirma Aloco Gmbh erarbeite ich zurzeit ein Konzept für eine Schweizer Auswanderer-Serie und ich suche nach Leuten, die gerade dabei sind, sich in einem anderen Land eine neue Existenz aufzubauen und bereit wären, Einblicke in einer TV-Sendung zu gewähren. Hätten Sie Interesse? Dann melden sie sich bei mir einmal unter s.christ@pinkproductions.ch, danke und herzliche Grüsse!