Adolf Gyger
  2005 in die Bresse (FRA) ausgewandert

(153) Freiheiten im Frühsommer

Nun ist sie da, die herrliche, warme Frühsommerzeit. Fenster und Türen sind offen, um die Wärme und den wundersamen Blütenduft durch die Wohnung ziehen zu lassen.
Die Winterkleider versorgt und die kurzen Hosen gesetzt. Wenn nötig werden nur noch Sandalen angezogen oder früh morgens noch Stiefel, solange der Tau an den Grashalmen hängt. Ein wunderbares Gefühl.

Ein Geschenk

Nach über 40 Arbeitsjahren, wovon die letzten 25 Jahre als Posthalter im Büro, geniesse ich dieses Leben im Freien. Nicht dass ich mich über die vergangenen Jahre beklagen will, denn ich habe immer gesagt, dass ich den besten Beruf habe: Im Winter an der Wärme, im Sommer am Schatten und bei Regenwetter am “Schärme”. Natürlich genoss ich schon vorher jede freie Minute in Gottes freier Natur. Aber was ich jetzt erleben darf, ist tatsächlich ein Geschenk. Das Morgenessen vor dem Haus an der Sonne, das Mittagessen in der Rosenlaube am Schatten und das Abendessen im Halbschatten hinter dem Haus.

Der Duft der Freiheit

Dazwischen Gartenarbeit, Arbeiten rund ums Haus und natürlich eine schöne Siesta über Mittag im Liegestuhl im Halbschatten. Das Beste dabei: Weder Kunden, Mitarbeiter, Vorgesetzte oder sonstwer, der mich dabei beobachtet. Und statt Abgasgeruch der Duft von Blüten. Im Moment sieht man noch die letzten Magnolienblüten. In voller Blüte stehen Weissdorn, Apfelbäume, Schneeball, Quitten und schon bald der Jasmin. Das ist Leben im Freien!

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