Adolf Gyger
  2005 in die Bresse (FRA) ausgewandert

(149) Macons Winzer im Wildpark

“Elefanten, Löwen, sibirische Tiger, Gorillas und so weiter, das müsst ihr sehen”, sagten uns Kollegen. So fahren wir an einem schönen Tag nach Romanèche-Thorins. 15 Km südlich von Macon steht dieser Wildpark. Kurz nach der Kasse sind auch schon die ersten Tiere zu sehen. Zebras stehen am Schatten und nebenan unterhalten sich zwei Elefanten. Geradeaus steht ein renoviertes Haus, welches von einer Riesendogge bewacht wird. Diese zeigt aber an uns kein Interesse, so dass wir ungehindert an ihr passieren können.

Handwerk aus früheren Zeiten

Am erwähnten Haus sind verschiedene Fenster angebracht, durch welche man ins Innere sehen kann. Ah, alte Handwerke wie Schuhmacher, Optiker, Hutmacher und Goldschmied sind mit ihren Werkzeugen ausgestellt. Nun geht es eine Treppe hoch, wo Haute Couture, Schneider, ein alter Coiffeursalon, ein Fotograf und eine Apotheke zu sehen sind. Weiter steht eine Töpferei, eine alte Schmiede mit Amboss, Esse und Werkzeug und ein Korbmacher.

Winzerarbeit wie anno dazumal

In einem grösseren Raum ist die Winzerarbeit dargestellt, mit Spritzen, einer alten Presse und schönen Eichenfässern. Also Nostalgie pur. Das Interessanteste war, dass die Franzosen vor 100 Jahren ziemlich identische Werkzeuge, wie man sie in der Schweiz kannte, für ihr Handwerk benötigten.

Ein tiefes Grollen weckt uns aus dieser Vergangenheit. Zuerst befürchten wir, die Riesendogge hätte uns aufgelauert. Nein, wir sind unterdessen im Affengelände angekommen und werden von einem alten Gorilla begrüsst. Vorbei an Flamingos, Stachelschweinen, Murmeltieren, Straussen und Dromedaren erreichten wir den Ausgang. Kann nur sagen: sehr empfehlenswert!

Weiterführende Links
Touroparc bei Macon

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Kommentare

  1. Catherine Beuret

    09.05.2008 20:40

    Sehr geehrter Herr Gyger, auch ich war in besagtem Wildpark. Das Positive haben Sie richtig erkannt. Ich werde aber dennoch nicht mehr hingehen. Die weissen Tiger sind in einem lächerlichen Gehege untergebracht. Damals hatten sie noch Junge. Es fehlt zudem an jeder Beschäftigungs- möglichkeit einer nur einigermassen tiergerechten Anlage. Noch schlimmer war der Wolf gehalten. Nämlich in Einzel- haltung und er konnte sie nirgends verstecken. Er hat in dem kleinen Gehege nur noch stereotype Runden gedreht. Der traurige Anblick hat mich noch lange beschäftigt. Ich bedanke mich bei dieser Gelegenheit herzlich für Ihre vielseitige Berichterstattung.