Othmar Birri
  Seit 2007 mit Ehefrau Gladys in Medellin (COL)

(142) Dank SBB schneller in Kolumbien

Der Entscheid, dass wir unseren Lebensabend hier in Medellin verbringen wollen, ist eigentlich damals mit dem Hauskauf gefallen. Den genauen Zeitpunkt für diesen Schritt liessen wir jedoch offen.
Die SBB hat uns unfreiwillig „geholfen”, den Zeitpunkt der Pensionierung festzulegen, als sie per Januar 2007 das Pensionskassensystem vom Leistungsprimat zum Beitragsprimat wechselte. Bis zum offiziellen Pensionierungsalter weiterzuarbeiten hätte etwa gleich viel gebracht, wie die vorgezogene Pensionierung beim Systemwechsel. Damit stand auch der Umzugstermin fest.

Was kann, was muss versichert werden?

Nun galt es, bei unseren nächsten Ferien an Weihnachten-Neujahr 2005/06 alle offenen Fragen vor Ort abzuklären. Zunächst ging es um Gesundheits- und Versicherungsfragen. Die ärztliche Versorgung ist gut und die Spitäler sind auf dem neusten technischen Stand. Welche Versicherungen waren also nötig? Sollten wir eine der hier angebotenen Versicherungen für den Notfalldienst (24 Stunden) abschliessen? Da ich einen Herzinfarkt gehabt hatte, konnte ich mich nur allgemein versichern. Bei meiner Frau war dagegen eine private Versicherung möglich.
Weitere Versicherungsfragen betrafen die Lebens-, die Hausrats- oder die Autoversicherungen (obligatorische Haftpflicht und freiwillige Kasko).
Dann waren da noch die Steuern: Alle deklarierten Renten, also Pension und AHV, sind hier steuerfrei. Nicht so in der Schweiz. Weil meine Pension eine Bundeskasse ist, werden 10% Quellensteuer abgezogen.

Gute Erfahrungen mit der Administration

Auch klärten wir die Frage, wie und zu welchem Preis wir unser Haus verkaufen könnten und wie die Hypothek abzulösen wäre, was sich als ähnlich wie in der Schweiz erwies. Im gleichen Zuge schauten wir uns natürlich nach einem neuen Zuhause um.
Schliesslich ging es noch um die Aufenthaltsbewilligung. Die kolumbische Einwanderungsbehörde zeigte mir auf, dass ich zunächst in der Schweiz auf der kolumbischen Botschaft das Visum zu besorgen hätte, um darauf in Kolumbien den temporären Ausweis für zwei Jahre zu erhalten.
Mit diesen positiven Erfahrungen im Gepäck sind wir dann im Februar 2006 zurück in die Schweiz geflogen. Ganz klar festhalten möchte ich, dass alle Stellen sehr hilfsbereit und offen waren.
Im nächsten Bericht lesen Sie etwas über den „Tag X”.

Weiterführende Links:
Blogbeitrag (138) Immobilie in Kolumbien